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August 2018
 
 

DAJ-Newsletter

 
Liebe Leserin, lieber Leser,

auch 2018 läuft die Umsetzung der Deutsch-Afrikanischen Jugendinitiative (DAJ) auf Hochtouren. Die neuesten Entwicklungen in den drei Pilotländern Benin, Südafrika und Tansania und in Deutschland möchten wir in diesem Newsletter mit Ihnen teilen.

Erfahren Sie in dieser Ausgabe mehr darüber, wie Sie sich beim Lern- und Qualifizierungsprogramm ASA und beim entwicklungspolitischen Schulaustauschprogramm ENSA einbringen können – und damit zu den Zielen der DAJ beitragen. Blicken Sie mit uns auf die letzten Monate zurück und wagen Sie den Ausblick auf die zweite Jahreshälfte. Wir berichten davon, wie sich zwischen Bildungs- und Austauschprogrammen von Engagement Global Synergien im Zuge der DAJ ergeben. Was konkret bedeutet, zeigt ein neues Fortbildungsformat sowie ein Pilotprojekt von weltwärts-Begegnungen und CHAT der WELTEN. Außerdem gibt es eine Nachlese von Veranstaltungen und Meilensteine, die in diesem Jahr  dazu beigetragen haben, dass sich die Initiative partnerschaftlich weiter entwickelt hat. Hierzu geben die südafrikanische Partnerorganisation WESSA und der DAJ-Partner in Tansania, die Tanzania Youth Coalition (TYC), Einblicke in ihre Aktivitäten.

Im Juni 2018 fand auch die zweite DAJ-Studienreise in Berlin statt. Vertreterinnen und Vertreter des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und der Kommission der Afrikanischen Union sowie der Regierungen von Benin, Südafrika und Tansania, Mitarbeitende von WESSA, TYC, Engagement Global und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) lernten verschiedene Ansätze des Globalen Lernens im Gespräch kennen. Gemeinsam schmiedeten die Teilnehmenden Pläne für zukünftige Projekte und kamen den Zielen der Initiative wieder ein Stück näher. Wir werden ausführlich davon in der kommenden Ausgabe berichten.
Nun wünschen wir Ihnen erst einmal eine spannende Lektüre!

Ihr DAJ-Team/
Engagement Global gGmbH

 
 

Themen dieser Ausgabe

 
 
 

# Mitmachen

 
 
 
Jeanne Lätt vom ASA-Programm im Gespräch mit Partnern. Foto: Engagement Global/Jule Röhr
 

Jetzt ASA-Hochschul-Projekte vorschlagen!

Bis zum 15. September 2018 können Hochschulen und ihre Kooperationspartner aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft, die internationale Vorhaben im Bereich Nachhaltigkeit durchführen, Projekte für das ASA-Programm 2019 vorschlagen. Sie erhalten dadurch die Möglichkeit, mit engagierten jungen Menschen zusammenzuarbeiten, die sich für nachhaltige Entwicklung interessieren und sich für eine gerechte Welt stark machen wollen. Insbesondere im globalen Format fördert das ASA-Programm den afrikanisch-deutschen Jugendaustausch: zusammen durchlaufen junge Menschen aus einem afrikanischen Land und aus Deutschland jeweils drei Monate ihres Projektpraktikums bei Organisationen in beiden Partnerländern. Die internationalen Teilnehmenden-Teams profitieren von gemeinsamen Seminaren zu globalen Zusammenhängen und werden in der Reflexion ihres Lernprozesses begleitet. Für Sie als Partnerhochschulen oder -organisationen bietet ein gemeinsames ASA-Projekt – vom Vorschlag bis zur Betreuung – zudem die Chance, Ihre internationale Projektpartnerschaft auf- oder auszubauen.
 

Bewerbung für ENSA-Projekte 2019 offen

2018 fördert das ENSA-Programm 39 Begegnungsreisen bereits bestehender Schulpartnerschaften und elf Anbahnungsreisen von Schulen aus Deutschland, die eine internationale Partnerschaft mit einer anderen Schule aufbauen wollen. 30 dieser Austausche werden zusammen mit afrikanischen Partnerschulen in Tansania, Südafrika, Namibia und Kenia durchgeführt. Auch die Zahl der „Incomings“ –  also Jugendliche von afrikanischen Partnerschulen, die für einen Schulaustausch nach Deutschland kommen – konnte im Zuge der DAJ gesteigert werden. Wenn Sie ebenfalls eine Schulpartnerschaft auf- oder ausbauen möchten, wenden Sie sich bis zum 5. September 2018 mit Ihrer Interessenbekundung an das ENSA-Team.
 
 

# Rückschau

 
 
 
Lenin Kazoba im Gespräch mit Partnern. Foto: Engagement Global/Neil Baynes
 

TYC: Kooperationsvertrag geschlossen

Am 15. Februar 2018 unterzeichnete die Tanzania Youth Coalition (TYC) den Kooperationsvertrag mit der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit im Rahmen der DAJ. Als Netzwerk von mehr als 120 Nichtregierungsorganisationen und Jugendinitiativen, von 249 Gruppen von Jungunternehmerinnen und -unternehmern sowie hunderter engagierter Jugendlicher aus dem ganzen Land kann TYC damit den Ausbau der afrikanischen Partnerstruktur in Tansania anstoßen und ein Qualifizierungsangebot für Organisationen und Projektverantwortliche im afrikanisch-deutschen Jugendaustausch schaffen. Lenin Kazoba,  Direktor von TYC, betonte, dass auch die tansanische Regierung diesen Meilenstein der Zusammenarbeit begrüßt. Die Aktivitäten der DAJ in Tansania und in der Region Ostafrika werden durch die Regierungsinstitution, dem National Economic Empowerment Council, unterstützt.
 

Sensibel gegen Diskriminierung einsetzen

Vom 15. bis 17. März 2018 organisierte das ASA-Programm gemeinsam mit dem Entwicklungspolitischen Schulaustauschprogramm (ENSA) eine Fortbildung mit dem Titel „Diskriminierungssensibilität und Partnerschaftlichkeit in der internationalen Projektarbeit“. Hauptthema war die macht- und diskriminierungssensible Gestaltung von internationalen Begegnungen und der eigenen Partnerschaftsarbeit. Aktuelle und künftige Partnerinnen und Partner der Bildungsprogramme von Engagement Global erhielten neue Impulse für ihre Projektarbeit, insbesondere für die Zusammenarbeit mit pädagogischen Fachkräften. Weitere Fortbildungen zu diesem Thema sind im Gespräch.
 
 
Teilnehmende des Empowerment for Climate Leadership Programms entwickeln Projektideen im Rahmen der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung. Foto: Germanwatch
 

Im Einsatz gegen den Klimawandel

Unter dem Motto „Empowerment for Climate Leadership“ lernen 22 junge Klima- und Umweltaktivistinnen und - aktivisten aus Tansania und Deutschland 18 Monate von- und miteinander. In internationalen Zweier-Teams bearbeiten die Teilnehmenden zehn Online-Module zum Thema „Maßnahmen für den Klimaschutz“. Im November 2017 tauschten sich die Teilnehmenden im Rahmen der UN-Klimajugendkonferenz in Bonn aus. Nach einer weiteren Online-Phase reisten die deutschen Teilnehmenden im Juni 2018 nach Tansania, um dort zusammen in Workshops und Schulungen ihr Wissen zu global nachhaltiger Entwicklung zu vertiefen.
Das Programm geht über interkulturelle Begegnung und Wissensvermittlung hinaus und soll die Teilnehmenden zu politisch-transformativem Engagement befähigen. Derzeit entwickeln sie eigene Projektideen im Rahmen der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung. Organisiert wird das Programm von Climate Action Network Tanzania und Germanwatch. Weltwärts-Begegnungen übernimmt die Förderung. Die DAJ-Partnerorganisationen WESSA und TYC sind ebenfalls als Partner in das Programm eingebunden.
 

Panafrikanisches Jugendcamp am Kilimandscharo

Vom 16. bis 20. Juli 2018  fand ein panafrikanisches Jugendcamp von TYC am Kilimandscharo statt, das junge Menschen aus Ostafrika zusammenbrachte, die in Gemeinwesen- oder Jugendprojekten aktiv sind. Im Mittelpunkt standen die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung und die Frage, wie sie im Kontext von lokalen Projekten der Jugendentwicklung und von globalen Partnerschaften voran gebracht werden können. Dabei sollten die Jugendlichen mobilisiert werden, Projektideen mit regionalem Bezug zu entwickeln. In dem Workshop ging es zudem um Ideen für Alumni-Netzwerke und langfristiges Engagement nach Austauschen und Freiwilligendiensten.
 
 
Fredrick Semainda von TYC und Tamara von Abendroth vom ENSA-Programm beim Workshop zum Globalen Lernen in Berlin. Foto: Engagement Global.
 

Workshop zum Globalen Lernen

Am 1. Juni 2018 lud Engagement Global zu einem Workshop in Berlin zum Thema Globales Lernen, um die Partnerorganisationen in den afrikanischen Pilotländern bei der Gestaltung eines Dienstleistungsangebotes für afrikanisch-deutsche Freiwilligendienste und Jugendaustausche zu unterstützen. Dies war der erste von bis zu drei thematischen Workshops, die bis Ende der DAJ-Pilotphase 2020 stattfinden. Ziel war es, ein Kennenlernen und kritisches Auseinandersetzen mit den Inhalten und Methoden des Globalen Lernens und der Bildung für nachhaltige Entwicklung im Bereich internationaler Austauschmaßnahmen zu ermöglichen. Shanu Misser, Lernbegleiterin aus Südafrika, führte durch den Tag, an dem die Teilnehmenden von den Perspektiven der anderen lernen und neue Ideen für Globales Lernen im Rahmen der DAJ entwickeln konnten.

 
 

# Ausblick

 
 
 
Der CHAT der WELTEN ist ein Angebot zum Globalen Lernen für Schulklassen aller Altersstufen. Foto: Engagement Global
 

Weltwärts-Begegnungen nutzt CHAT der WELTEN

Wie können Jugendgruppen während eines Begegnungsprojekts in Kontakt bleiben? Ein Pilotprojekt von weltwärts-Begegnungen zusammen mit dem CHAT der WELTEN findet Antworten auf diese Frage. Bei CHAT der WELTEN, einer Programmlinie von Bildung trifft Entwicklung, tauschen sich Kinder und Jugendliche in Deutschland mit Gleichaltrigen und Expertinnen und Experten im Globalen Süden mit Unterstützung digitaler Medien aus. Ziel des Pilotprojekts ist es, die Methoden des CHAT der WELTEN für den Jugendaustausch nutzbar zu machen und in weltwärts-Begegnungen zu integrieren. Die beiden Nichtregierungsorganisationen Bridging Gaps e.V. aus Deutschland und Karos and Kambro aus Südafrika nutzen den Chat in ihrem laufenden Begegnungsprojekt. Die Teilnehmenden haben sich online gegenseitig vorgestellt und die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung besprochen. Die beiden Projektpartner wollen gemeinsame Aktionen für die Begegnungsphase vorbereiten, Zwischenreflexionen begleiten und später Projektinhalte nachbereiten.
 
 
Mike Denison von WESSA. Foto: Engagement Global
 

WESSA: Thematic Forum zu Globalem Lernen

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ist ein Schlüssel, um das individuelle Bewusstsein und das Wissen um eigene Handlungsmöglichkeiten insbesondere von Kindern und Jugendlichen zu stärken. Ende August findet das erste „Thematic Forum“ der DAJ zu BNE in Johannesburg statt. Eingeladen sind Organisationen, die sich mit BNE und Globalem Lernen und ihrer konkreten Anwendung befassen. Im internationalen Dialog sollen die Teilnehmenden voneinander lernen, wie Bildungsarbeit einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung im Sinne der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung leisten kann. Organisiert und konzipiert wird die Fachveranstaltung von WESSA, dem südafrikanischen Partner der DAJ.
 

Ausbau von GLEN zu einem globalen Partnernetzwerk

Im Global Learning and Education Network (GLEN) vereinen staatliche und nicht-staatliche Organisationen sowie viele junge Menschen ihr Engagement zu Globaler Bildung. Aufbauend auf den langjährigen Erfahrungen der europäischen Kooperation möchte GLEN sich zu einem globalen Partnernetzwerk weiterentwickeln. Neben zehn Organisationen aus Ländern der Europäischen Union engagiert sich Credi-ONG, die erste afrikanische Partnerorganisation aus Benin, seit Ende 2016 bei GLEN. Ab diesem Jahr spiegelt sich dies deutlich im zentralen Qualifizierungsangebot des Netzwerks wider. Der Lernzyklus aus Seminaren, einem Projektpraktikum und Aktivitäten des Globalen Lernens wird nicht mehr ausschließlich von Zweier-Teams aus verschiedenen europäischen Ländern durchlaufen: Ab 2018 bilden zum ersten Mal beninische und deutsche Teilnehmende einige der Tandems. Nachdem diese ihre ersten GLEN-Seminare im April und Juni in Deutschland und Benin besuchten, bringen die Projektpraktika die Teilnehmenden nun nach Marokko, Togo und Kamerun.
 
 
DAJ-Akteure und Partner sprachen in Berlin über Herausforderungen und Chancen im Jugendaustausch. Foto: Engagement Global
 

DAJ-Ziele gemeinsam entwickeln

Die DAJ strebt danach, den deutsch-afrikanischen Jugendaustausch quantitativ wie auch qualitativ zu stärken. Aber wie kann sichergestellt werden, dass die Maßnahmen im Rahmen der DAJ tatsächlich dazu beitragen, dieses Ziel zu erreichen? Ein Lenkungsausschuss und die Entwicklung von Instrumenten für das Monitoring und die Evaluation der DAJ sind das Ergebnis von mehreren Beratungen in Südafrika und Berlin in der ersten Jahreshälfte 2018. Am Aufbau der DAJ beteiligte Akteure aus Deutschland und den afrikanischen Partnerländern diskutierten Chancen und Herausforderungen von Jugendaustauschen und Freiwilligendiensten zwischen den beiden Kontinenten. Die Partner formulierten gemeinsame Zielsetzungen und reflektierten diese in Bezug auf ihre Messbarkeit. Beim zweiten Treffen des Lenkungsausschusses in diesem Jahr, voraussichtlich im September 2018, sollen die ersten Erkenntnisse ausgewertet und überprüft werden
 
 

Die Deutsch-Afrikanische Jugendinitiative

Die DAJ fördert den Ausbau von Jugendaustausch zwischen Deutschland und afrikanischen Ländern, quantitativ und qualitativ. Dabei baut sie auf Bestehendem auf und zielt auf die Stärkung der Zivilgesellschaft. Die DAJ arbeitet dialogorientiert, partizipativ und kooperativ. Sie zielt darauf, eine Struktur für gleichberechtigte Partnerschaften zwischen Deutschland und afrikanischen Ländern aufzubauen. Sie ist eine Fokussierung und politische Schwerpunktsetzung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), die Koordination liegt bei Engagement Global gGmbH - Service für Entwicklungsinitiativen.
 
 

Kontakt

ENGAGEMENT GLOBAL gGmbH
Koordinationsstelle Deutsch-Afrikanische Jugendinitiative


Telefon: +49 30 25482 110 | Fax: +49 30 254 82 359
daj.engagement-global.de
daj@engagement-global.de

 

Impressum

ENGAGEMENT GLOBAL gGmbH
Service für Entwicklungsinitiativen

Telefon: +49 228 20717-0 | Fax: +49 228 20717-150
info@engagement-global.de
www.engagement-global.de

Sitz der Gesellschaft: Bonn
Tulpenfeld 7, 53113 Bonn

Vertretungsberechtigter Geschäftsführer: Dr. Jens Kreuter
Handelsregister: Amtsgericht Bonn: HRB 19021
Umsatzsteueridentifikationsnummer (USt-IdNr): DE280482195

Verantwortlich für den Inhalt der DAJ: Ulrike Mann
Redaktion: Anne Osterbeck, Paula van Aken


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