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Mai 2019
 
 

DAJ-Newsletter

 

Liebe Leserinnen und Leser,

mit dem drohenden Brexit und mit den just abgehaltenen Europawahlen ist die Zukunft Europas in diesen Tagen in aller Munde. Warum und für wen ist ein starkes Europa gut? Ganz gleich wie unterschiedlich die Antworten auf diese Fragen sein mögen, Fakt ist, dass das Wohlergehen Europas mit dem des Nachbarkontinents Afrika untrennbar verbunden ist. In ihren neuen afrikapolitischen Leitlinien von März 2019 bekräftigt die Bundesregierung, dass die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Staaten Afrikas für die globale Entwicklung eine zentrale Rolle spielt. Diese Zusammenarbeit muss deshalb kohärent innerhalb der deutschen Bundesregierung koordiniert und in den europäischen und multilateralen Kontext eingebettet werden. Dieser Bekräftigung der Bundesregierung vorausgegangen war das konkrete Zeichen, welches für die Vertiefung dieser Zusammenarbeit in der Umsetzung der AU-Agenda 2063 und der UN-Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung im November 2017 beim 5. AU-EU Gipfel von Staats- und Regierungschefs gesetzt wurde.

Nachhaltige Entwicklung im Sinne beider Agenden ist Aufgabe aller und kann nur gelingen, wenn es heute und in Zukunft Bürger und Bürgerinnen gibt, die willens und in der Lage sind, über die globalen Auswirkungen kritisch zu reflektieren und ihr Handeln entsprechend auszurichten. Im Auftrag der Bundesregierung leistet die DAJ mit der Kompetenzförderung von Jugendlichen zu Global Citizens und mit der Erschließung neuer Netzwerke einen wichtigen Beitrag dazu. Bei der ersten europäisch-afrikanischen Fachtagung der DAJ in Bonn wurden die Themen Mobilität, Reziprozität und transnationale Solidarität im Jugendaustausch drei Tage lang erörtert. Eine Herausforderung ist die strukturelle Benachteiligung von Jugendlichen mit Behinderung beim Zugang zum internationalen Jugendaustausch. Die DAJ will das ändern und unterstützt die Kommission der Afrikanischen Union (AUC) bei der Erstellung eines Leitfadens zur Inklusion.

Das DAJ Netzwerk in Benin ist weiter dabei sich zu festigen. Neben inhaltlichen Beratungen und der Entwicklung eines Fahrplans für das Jahr 2019, kam das Thema Qualitätsmanagement im Freiwilligendienst Ende März 2019 in Ouidah in Benin auf die Agenda.

In Berlin hat DAJ-Partner Bridge-It! e.V. zum Countdown angepfiffen: Unter dem Motto „Countdown 2030, 2063 and beyond: Our common future“ laden Jugendliche aus Deutschland, Benin und Südafrika zu einer gemeinsamen Konferenz in Köln im Dezember 2019 ein. Dort kommen 150 Jugendlichen aus Süd-Nord-Projekten und -Austauschprogrammen zusammen, um Visionen für ihre gemeinsame Zukunft zu formulieren, Aktionen zu planen und ein globales Netz zu schaffen.

Politik und Spaß schließen sich nicht aus. Auch in diesem Jahr darf wieder weltweit im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) kräftig um die Wette musiziert werden! Lesen Sie im Folgenden mehr dazu und informieren Sie sich zu weiteren spannenden Aktivitäten rund um die DAJ aus dem vergangenen Quartal.

Viel Spaß beim Lesen dieser Ausgabe wünscht

das Koordinationsteam der DAJ

 
 

Themen dieser Ausgabe

 
 
 

#Rückschau

 
 

Europäisch-Afrikanische Fachkonferenz

Fotograf: Neil Baynes / 6. April 2019, Bonn, Deutschland / Teilnehmende der Fachkonferenz
 
Das Motto der Fachkonferenz: European – African Youth Exchange. Making the case for active citizenship and solidarity. Foto: Neil Baynes
 
Der Beitrag von internationalem Jugendaustausch zur transnationalen Solidarität in einer globalisierten Welt war Thema der ersten Europäisch-Afrikanischen Fachkonferenz der DAJ von 6. bis 8. Mai 2019 in Bonn. Die Konferenz wurde von Engagement Global, France Volontaires und NOREC, den jeweils für internationale entwicklungspolitische Bildung und Engagement zuständigen Institutionen in Deutschland, Frankreich und Norwegen, gemeinsam veranstaltet. Sie brachte hochkarätige politische Entscheidungsträger von der europäischen und afrikanischen Ebene mit Alumni aus internationalen Freiwilligendiensten und Jugendaustauschprogrammen sowie zivilgesellschaftliche Akteure aus acht afrikanischen und sieben europäischen Ländern zusammen. Gemeinsam wurden Erfahrungen ausgetauscht und über die Potenziale und Herausforderungen für internationale Solidarität durch Jugendaustausch gesprochen.

Unter dem Begriff der Reziprozität (Wechselseitigkeit) wurde in mehreren Beiträgen intensiv über Chancen und Hemmnisse für einen partnerschaftlichen Austausch diskutiert. Wie kann Reziprozität gelingen und warum ist sie so wichtig? Darunter fielen Fragen zu finanziellen Ressourcen, politischem Willen und der für langfristiges Engagement notwendigen Infrastruktur, auf internationaler, regionaler und nationaler Ebene. Außerdem wurde die Frage nach den historisch bestehenden Machtasymmetrien zwischen Europa und Afrika vor dem Hintergrund von Jugendaustausch und in Bezug auf transnationale Solidarität kritisch reflektiert. Um von der Geber-Nehmer-Mentalität wegzukommen und zu echter Solidarität zu gelangen, so der allgemeine Konsens, ist eine breitere Definition von Ressourcen notwendig. Diese sollte über finanzielle Aspekte hinausgehen und den Beitrag aller Partner zum Gelingen von partnerschaftlichem Austausch berücksichtigen. Hierzu zählen beispielsweise interkulturelle Kompetenzen, spezifisches Kontextwissen, kulturelle Vielfalt und Diversität.

Erfahrungen und unterschiedliche Herausforderungen wurden in dem von ehemaligen Freiwilligen konzipierten und durchgeführten Workshop thematisiert. Hervorgehoben wurde, dass das Engagement von Alumni sehr vielfältige Formen annehmen kann und insbesondere Freiwillige aus dem sogenannten Globalen Süden bei ihrer Rückkehr mit hohen Erwartungen ihres Umfelds konfrontiert werden. Des Weiteren wurde darauf hingewiesen, wie wichtig Angebote und unterstützende Strukturen zur Vernetzung von Alumni sind.

Auf der Fachkonferenz wurden viele interessante regionale bis internationale Netzwerke für die weitere Umsetzung der DAJ-Initiative erschlossen. Aya Chebbi, Jugendbotschafterin der Afrikanischen Union, erklärte in ihrer Rede: „[…] um das Ziel des Austauschs und der internationalen Freiwilligenarbeit zu erreichen, sollten wir auch Raum für Unerwartetes und das, was entstehen könnte, lassen und es einfach unterstützen und pflegen.“ In diesem Sinne freuten sich die Organisatorinnen und Teilnehmenden über die vielen Ideen, die im Rahmen der Konferenz aufkamen und versicherten auch in Zukunft Raum für „Unerwartetes“ zu ermöglichen.
 

Lenkungsausschuss der DAJ tagt in Bonn

Fotografin: Dr. Merjam Wakili  / 3. Mai 2019, Bonn, Deutschland / Der Lenkungsausschuss der DAJ
 
Der Lenkungsausschuss der DAJ traf sich in Bonn. Foto: Dr. Merjam Wakili
 
Das Entscheidungsgremium der DAJ versammelte sich vom 2. bis 4. Mai 2019 in Bonn. Vertreterinnen und Vertreter der DAJ-Implementierungsorganisationen aus Benin, Tansania und Südafrika berieten zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und Engagement Global über die Entwicklung und Strategie der DAJ. Der Lenkungsausschuss dient der Aktualisierung der gemeinsamen Jahresplanung. Inhaltlich weiterentwickelt wurden die Themen  Alumni-Engagement, gemeinsame Website, Partnersuche und Nachhaltigkeit der Initiative nach ihrer Pilotphase. Auch für den Innovationsfonds der DAJ wurden die nächsten Schritte verabredet. Der Fonds gibt Organisationen und Netzwerken in den Pilotländern der DAJ die Möglichkeit, innovative Projekte rund um die DAJ zu beantragen, beispielsweise zur Förderung von Alumni-Engagement oder Globalem Lernen.

Fortsetzung fand der Dialog bezüglich der Frage „Was ist ein guter Jugendaustausch?“. Aufbauend auf Erfahrungen aus der deutschen Zivilgesellschaft wurde unter anderem die Übertragbarkeit von Standards des Freiwilligendienstes weltwärts auf Kurzzeit- bzw. Gruppenaustausche thematisiert. Zentral ist die Einbeziehung aller an einem Programm beteiligten Akteure und deren Perspektiven. Entstanden ist ein Bewusstsein über die unterschiedlichen Voraussetzungen in allen Ländern – auch innerafrikanisch – und dem Wunsch, sich dennoch um die Definition gemeinsamer Mindestanforderungen zu bemühen. Susanne Saliger von der Zertifizierungsagentur Quifd (Qualität in Freiwilligendiensten) ermutigte alle Anwesenden, den notwendigen Dialog um Standards und Qualität weiter zu führen, langfristig sei das der beste Weg für einen gelingenden interkulturellen Austausch. Der Lenkungskreis stellte fest, dass in allen Pilotländern bereits Prozesse für länderspezifische Standards begonnen haben und im nächsten Schritt der Austausch darüber intensiviert werden soll.
 

Weiterentwicklung des Réseau AGYI Bénin

Fotografin: Barbara Scharfbillig / 35. März 2019, Ouidah, Benin / Arbeitsmaterial am Qualitätsworkshop des OBSVJ und der GIZ in Benin
 
Bei einem Workshop wurde an der konzeptionellen Weiterentwicklung des Réseau AGYI Benin gearbeitet. Foto: Engagement Global
 
Das Réseau AGYI Bénin als Implementierungsstruktur in Benin entwickelt sich innerhalb der DAJ mit großer Dynamik weiter. Dazu fanden erneut zwei Veranstaltungen statt.

Am Workshop zur konzeptionellen Weiterentwicklung des Netzwerkes in Possotomè kamen 36 Teilnehmende zusammen, darunter 32 zivilgesellschaftliche Akteure aus dem ganzen Land, die im Bereich des Jugendaustauschs und der Freiwilligenarbeit tätig sind. Während der fünftägigen Seminartage vom 25. Februar  bis 1. März 2019 widmeten die Teilnehmenden sich der gemeinschaftlichen Weiterentwicklung des Netzwerkes, der Vorbereitung der Aktivitäten für 2019 sowie den nächsten Schritten zur Anbahnung neuer Partnerschaften mit deutschen Akteuren. Am Ende des Seminars stand der Fahrplan für das Jahr 2019.

Vom 25. bis 28. März 2019 hat das beninisches Büro für Jugendfreiwilligendienste, Office Béninois des Services de Volontariat des Jeunes (OBSVJ), zu einem Workshop für Qualitätsmanagement im Freiwilligendienst und Jugendaustausch eingeladen. Nach einer Bestandsaufnahme des OBSVJ wurden in Benin 144 zivilgesellschaftliche Organisationen erfasst, die Jugendaustausch oder Freiwilligenarbeit anbieten. Um ein Qualitätssiegel für diese Art von Austauschen zu entwickeln, bot der Workshop die Möglichkeit, unterschiedliche Ansätze des Qualitätsmanagements zu diskutieren. In Ouidah trafen sich Vertreter und Vertreterinnen beninischer zivilgesellschaftlicher Organisationen, die im Jugendaustausch und in der Freiwilligenarbeit aktiv tätig sind, mit dem OBSVJ, Engagement Global, der GIZ sowie Fachpersonal von Qualitätsverbünden und Qualitätssiegeln aus Deutschland und Benin. „Die Arbeit endet nicht, wenn Qualitätsstandards erstellt wurden, sondern sie beginnt erst.“, betonte Dr. Uta Wildfeuer aus Deutschland bei ihrem Vortrag über die Qualitätsmerkmale des Arbeitskreis gemeinnütziger Jugendaustausch (AJA). Amand Vignon, Direktor vom Maison de la Socité Civile, erklärte die drei Stufen des beninischen Qualitätssiegels für zivilgesellschaftliche Organisationen. Susanna Hölscher von der Agentur Quifd (Qualität in Freiwilligendiensten) stellte das Qualitätssiegel für deutsche Organisationen im Freiwilligendienst vor. Ibrahim Tchan vom Corps des Volontaires Béninois erntete viel Lob und Unterstützung für sein aktuell laufendes Projekt, eine Online-Plattform zur Vermittlung von Freiwilligendiensten.

Die Beispiele und der Austausch mit den Expertinnen und Experten ermöglichte es den Teilnehmenden, gemeinsam Merkmale für gute Qualität in Freiwilligendiensten und Jugendaustausch in Benin zu entwickeln. Während des dreitägigen Workshops wurde ein Katalog mit Kriterien und Indikatoren zusammengestellt, der als Grundlage für die weitere Arbeit gelten soll.
 

DAJ-Informationstreffen in Bonn – Fokus Netzwerk Benin

 Fotografin: Barbara Scharfbillig / 9. März 2019, Bonn, Deutschland / Vertreterinnen und Vertreter deutscher Vereine mit Partnerschaften nach Benin
 
Bei einem Informationstreffen wurde über deutsch-beninische Partnerschaften informiert. Foto: Engagement Global
 
Um Engagierte aus deutsch-beninischen Partnerschaften mit Sitz in Deutschland über die Förderprogramme im Rahmen der DAJ zu informieren, hatte Engagement Global zu einer Informationsveranstaltung in Bonn eingeladen. 14 Aktive aus 12 Vereinen und deutsch-beninischen Partnerschaften tauschten sich am 9. März 2019 zu ihren Aktivitäten aus und informierten sich über deutsch-beninischen Jugendaustausch und Freiwilligenarbeit. Karoline Caesar, von der Koordinierungsstelle der DAJ bei Engagement Global, stellte den Aktiven aus Deutschland die Mitgliedsorganisationen des Réseau AGYI Bénin (DAJ-Netzwerk Benin) vor. Sie regte zur Zusammenarbeit mit den Organisationen des Netzwerkes an. „Im Réseau AGYI Bénin haben sich erfahrene beninische Organisationen zusammengeschlossen, um Jugendaustausch und Freiwilligenarbeit zwischen Deutschland und Benin umzusetzen. Wir suchen aktuell deutsche Partnerorganisationen, die gemeinsamen Jugendaustausche durchführen möchten, oder bereit sind, jungen Menschen aus Benin einen Freiwilligendienst in Deutschland zu ermöglichen“, berichtet sie.

Der Veranstaltung vorangegangen war eine Recherche der DAJ, die 140 deutsch-beninische Vereine, kirchliche Partnerschaften, Kommunal-, Schul- und Hochschulpartnerschaften in Deutschland identifizierte. Die DAJ bietet bestehenden deutsch-beninischen Partnerschaften eine Vernetzung mit dem Réseau AGYI Bénin und informiert – gemeinsam mit der Mitmachzentrale – zu den Förderprogrammen von Engagement Global.

Eine weitere Informationsveranstaltung zu deutsch-beninischem Jugendaustausch und Freiwilligenarbeit findet am 29. Mai 2019 in Saarbrücken in Kooperation mit dem Netzwerk Entwicklungspolitik Saarland e.V. und am 17. August 2019 in Trier in Kooperation mit staatlichen und zivilgesellschaftlichen Organisationen aus Rheinland-Pfalz statt.
oder unter
 

Leitfaden Inklusion – Freiwilliges Engagement ohne Barrieren

Foto: Kommission der Afrikanischen Union / 11. März 2019 Addis Abeba, Äthiopien / Die Entwicklung von Richtlinien zur Inklusion
 
Die DAJ unterstützt bei der Ausarbeitung einer Reihe von Leitlinien zum Thema Inklusion. Foto: Kommission der Afrikanische Union
 
Austauschprogramme sind für viele junge Menschen eine Chance, sich weiterzubilden, neue Kompetenzen zu erwerben und sich persönlich weiterzuentwickeln. Doch der Zugang zu solchen Programmen ist nicht für alle gleich. Das gilt besonders für Menschen, die aufgrund von Beeinträchtigungen bestimmte Hilfsmittel benötigen. Die DAJ unterstützt auf Anfrage der Kommission der Afrikanischen Union (AUC) die Ausarbeitung einer Reihe von Leitlinien, die hierfür sensibilisieren und praktische Hinweise geben sollen.

Um von der Praxis zu lernen lud die AUC vom 11. bis 13. März 2019 Vertreter und Vertreterinnen von Aufnahme- und Entsendeorganisationen aus ganz Afrika ein, ihre Erfahrungen  und ihr Wissen bei der Erstellung  einzubringen. So konnten die vielfältigen Aspekte bedacht werden, die berücksichtigt werden müssen, wenn man Jugendaustauschprogramme für junge Menschen mit Behinderungen besser zugänglich machen möchte. Dazu gehören Fragen der praktischen Umsetzung wie Ausschreibung, Auswahl, Vorbereitung, Logistik und Durchführung von Maßnahmen. Ebenso bedeutsam ist es, die strukturellen, finanziellen und juristische Rahmenbedingungen zu klären und alle Beteiligten daraufhin zu sensibilisieren.

Dabei zeigte sich, dass die Veranstaltung selbst bereits viele gute Lernerfahrungen bereithielt, beispielsweise den Zugang zum Veranstaltungsort oder dem Einsatz von Medien zur Unterstützung betreffend. Durch die Entwicklung des Leitfadens soll es in Zukunft besser gelingen, für eine Teilhaben von Menschen mit Behinderung zu sensibilisieren, sie durch den Abbau von Barrieren angemessen zu unterstützen und Chancengleichheit in Austauschprogrammen zu erhöhen.
 

DAJ-Anfragen steigen weiter an

Fotograf: Neil Baynes / 6.April 2019, Bonn, Deutschland / Anmeldung eines Teilnehmers zur Fachkonferenz
 
Das Interesse an der DAJ steigt. Foto: Neil Baynes

 
Die Mitmachzentrale von Engagement Global, Fachstelle für entwicklungspolitische Beratung und Vernetzung, verzeichnete 2019 von Januar bis März 136 Anfragen zur Deutsch-Afrikanischen Jugendinitiative. Im Vergleich zum gleichen Zeitraum in den Vorjahren 2017 und 2018 handelt es sich hierbei um eine Steigerung der Anfragen um 38 Prozent. Die Beratungen wurden sowohl telefonisch als auch per E-Mail durchgeführt. Die Mehrzahl der Anfragen kam von Einzelpersonen und zivilgesellschaftlichen Organisationen aus afrikanischen Ländern. Einzelpersonen interessierten sich vor allem für Partizipationsmöglichkeiten im Rahmen der DAJ. In der Regel handelt es sich hierbei um hochqualifizierte Studierende aus Ost- und Westafrika. Auch Organisationen und Einzelpersonen aus Deutschland äußern Interesse an der Deutsch-Afrikanischen Jugendinitiative. Bei den Beratungen stehen vor allem Freiwilligendienste und die Finanzierung von Begegnungsreisen im Vordergrund.

Die Expertinnen und Experten der Mitmachzentrale von Engagement Global beraten auch Sie gerne unter
 
 

#Mitmachen

 
 

Eine Welt-Song gesucht!

 
Ab sofort sind weltweit Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 25 Jahren erneut dazu aufgerufen, sich musikalisch mit Fragen globaler Entwicklung auseinanderzusetzen und ihre selbst komponierten Songs zur EINEN WELT einzureichen! Der internationale Song Contest „Dein Song für EINE WELT!“ findet bereits zum dritten Mal statt. Er ist eine Begleitmaßnahme zum Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik und wird im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung von Engagement Global durchgeführt. Auf die Gewinnerinnen und Gewinner des Song Contest warten tolle Geld- und Sachpreise im Wert von über 70.000 Euro, darunter ein Afrika-Sonderpreis, der mit 3.000 Euro dotiert ist! Die besten 23 Songs werden auf dem EINE WELT-Album Vol. 3 veröffentlicht. Einsendeschluss ist der 25. Juni 2019.
 

Countdown 2030, 2063 and beyond: our common future

Foto: Bridge-It! / März 2019, Berlin, Deutschland / Einblick in das erste Jugend-Organistationstreffen des Teams in Deutschland
 
Engagierte Jugendliche können sich bei der Jugendkonferenz im Dezember 2019 austauschen. Foto: Bridge-It!
 
Überall auf der Welt erhebt die Jugend gerade ihre Stimme. Auf Straßen, Schulhöfen und in Parlamenten fordert eine neue Generation ihr Recht auf eine klimagerechte und nachhaltig lebenswerte Welt. Die Konferenz „Our Common Future“ lädt dieses Jahr Jugendliche aus Süd-Nord-Projekten ein, sich der Bewegung anzuschließen und ihre Visionen für eine Nachhaltige Entwicklung zu formulieren.

Die Konferenz „Our Common Future“ vom 2. bis zum 6. Dezember 2019 möchte Jugendliche zusammenführen, die schon im internationalen Austausch aktiv sind. Ganz besonders sind alle Mitglieder von Süd-Nord-Schulpartnerschaften und alle Süd-Freiwilligen eingeladen, die derzeit in Deutschland sind. Aber auch alle anderen sind willkommen, die Zukunft mitgestalten wollen.
Der Countdown läuft. Sollten die Temperaturen über das Jahr 2030 hinaus weiter ansteigen, werden wir mit häufiger vorkommenden Dürren und Überschwemmungen konfrontiert sein, mit extremerer Hitze und der Armut von 100 Millionen Menschen. Im Extremfall bedeutet das: das Ende der Menschheit. Um diesem drängendsten aller Probleme zu begegnen, braucht es eine neue Art von Zusammenarbeit.  

Die Konferenz wird bereits jetzt komplett in Eigenregie von Jugendlichen aus Südafrika, Benin und Deutschland organisiert. Diese Teams bestimmen alle Themen und Formate, über die später 150 Jugendliche in Köln fünf Tage lang diskutieren. Ihre Hauptfragen sind: Was können wir jetzt tun, um die Welt zu bewegen? Und was müssen wir jetzt fordern, um die Politik zu bewegen?
Die Teilnehmenden der Konferenz werden darauf vorbereitet, wie sie in den nächsten Jahren an  politischen Diskursen teilnehmen können. Sie lernen, wie sie die Debatten um die Ziele für Nachhaltige Entwicklung (Sustainable Developement Goals) der Vereinten Nationen mitführen können. Und sie erfahren, wie sie sich an der Agenda 2063 beteiligen können, die den afrikanischen Kontinent in eine soziale, ökonomische und ökologische Transformation führen soll.

Organisiert wird „Our Common Future“ von Bridge-It! e.V. in Kooperation mit der DAJ, gefördert von Engagement Global. Weitere Infos zur Konferenz und Anmeldung unter
 

Antragsfrist für weltwärts-Begegnungsprojekte im Kontext der Agenda 2030

Die Förderlinie für außerschulische Begegnungsprojekte im Kontext der Agenda 2030 (weltwärts-Begegnungen) ist ein Angebot für den entwicklungspolitischen außerschulischen Jugendgruppenaustausch. Unterstützt werden Gruppen aus Deutschland und aus afrikanischen Ländern, um gemeinsam ein Projekt zu einem der 17 Nachhaltigkeitsziele (SDG) der Vereinten Nationen durchzuführen. Antragsberechtigt sind deutsche Organisationen, die gemeinsam mit einer Partnerorganisation aus einem afrikanischen Land den Antrag in einer sogenannten Antragspartnerschaft stellen. Bis zu 75 Prozent der Kosten werden übernommen.

Am 30. Juni 2019 endet die nächste Bewerbungsfrist bei weltwärts-Begegnungen für Projekte bis zu 50.000 Euro Gesamtkosten. Bei Interesse an einer Antragstellung berät Sie das Team weltwärts-Begegnungen im Vorfeld gerne. Die Kontaktdaten finden Sie auf der Website unter
 
 

#Ausblick

 
 

Panafrikanisches Jugendforum

Die DAJ unterstützt Alumni-Netzwerk bei der Teilnahme am panafrikanischen Jugendforum im Rahmen der Initiative der Afrikanischen Kommission (AUC) „1 Million by 2021“ in Addis Abeba.

Die afrikanische Bevölkerung wächst und damit die Anzahl junger Menschen in Afrika: Etwa 40 % der Bevölkerung sind zwischen 15 und 35 Jahren alt und schätzungsweise 65 % der 1 Milliarde Menschen in Afrika sind unter 35. Angesichts dieser demografischen Trends ist es dringend notwendig, dass der Kontinent das Potenzial seiner jungen Bevölkerung ausschöpft, um Arbeitslosigkeit, das Missverhältnis zwischen Qualifikationsangebot und Qualifikationsnachfrage, Herausforderungen in Bezug auf Gesundheit und Wohlergehen sowie Ungleichheit anzugehen.

Zur Bewältigung dieser Herausforderungen ruft die Kommission der Afrikanischen Union die Initiative „1 Million by 2021“ ins Leben, die sinnvoll Chancen für eine Millionen junge Afrikaner und Afrikanerinnen schaffen soll. Ziel ist es, Regierungen, Privatwirtschaft, jungen Menschen und Entwicklungspartner auf dem afrikanischen Kontinent zusammenzubringen, um gemeinsam Lösungsansätze zu entwickeln. Mit der Initiative „1 Million by 2021“ soll bis Ende 2021 eine Million junge Menschen erreicht werden. Gleichzeitig soll die Entwicklung eines Konsenses und einer Bewegung für privatwirtschaftliches Engagement für die Jugend in Afrika erreicht werden. Mehr als 300 junge Menschen wurden eingeladen, vom 24. bis 27. April in Addis Abeba an vier Hauptprioritäten (Bildung, Unternehmertum, Beschäftigung und Engagement) zu arbeiten.

Die DAJ  präsentierte sich auf dem panafrikanischen Jugendforum durch Best Practise Beispiele  zum Thema Jugendaustausch und  Freiwilligenarbeit zwischen Deutschland und afrikanischen Ländern. Außerdem konnten XYZ [SB(2]ehemalige Freiwillige aus den Partnerländern der DAJ als Teilnehmende ihre Erfahrungen, Wünsche und konkreten Ideen in das Jugendforum einbringen und dabei von den Mitarbeitenden der DAJ vor Ort unterstützt.
 

Autumn School for Sustainable Entrepreneurship

Fotograf: Manuel Dingemann / 2017 / Teilnehmende der Autumn School 2017
 
Die Autumn School findet dieses Jahr in Accra, Ghana, statt. Fotograf: Manuel Dingemann
 
Vom 21. bis 25. Oktober 2019 findet in Accra in Ghana die diesjährige Autumn School for Sustainable Entrepreneurship statt. 25 Sozialunternehmerinnen und -unternehmer im Alter von 20-35 Jahren aus Deutschland und afrikanischen Ländern vernetzen sich auf dieser Veranstaltung. Sie werden weiter qualifiziert und präsentieren ihre innovativen Lösungen vor Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft. Die Autumn School, die dieses Jahr zum vierten Mal und abwechselnd in einem afrikanischen Land und in Deutschland stattfindet, hat bereits ein internationales Netzwerk gleichgesinnter junger Gründerinnen und Gründer und Geschäftsleuten herausgebildet - diese Alumni gestalten die Veranstaltung maßgeblich mit. Der diesjährige inhaltliche Schwerpunkt liegt auf dem Thema „E-Waste and the Circular Economy“. Jungunternehmerinnen und -unternehmer sowie Entwicklerinnen und Entwickler, die mit ihren Ideen diese Herausforderungen angehen, sind herzlich eingeladen, sich zu bewerben.

Das Bewerbungsverfahren startet online ab Anfang Juni 2019. Die Bewerbungsfrist endet am 24. Juni 2019. Aktuelle Informationen erhalten Sie bei
 
 

Die Deutsch-Afrikanische Jugendinitiative

Die DAJ fördert den Ausbau von Jugendaustausch zwischen Deutschland und afrikanischen Ländern, quantitativ und qualitativ. Dabei baut sie auf Bestehendem auf und zielt auf die Stärkung der Zivilgesellschaft. Die DAJ arbeitet dialogorientiert, partizipativ und kooperativ. Sie zielt darauf, eine Struktur für gleichberechtigte Partnerschaften zwischen Deutschland und afrikanischen Ländern aufzubauen. Sie ist eine Fokussierung und politische Schwerpunktsetzung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), die Koordination liegt bei Engagement Global gGmbH - Service für Entwicklungsinitiativen.
 
 

Kontakt

Engagement Global gGmbH
Koordinationsstelle Deutsch-Afrikanische Jugendinitiative


Telefon: +49 30 25482 110 | Fax: +49 30 254 82 359
daj.engagement-global.de
daj@engagement-global.de

 

Impressum

ENGAGEMENT GLOBAL gGmbH
Service für Entwicklungsinitiativen

Telefon: +49 228 20717-0 | Fax: +49 228 20717-150
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Sitz der Gesellschaft: Bonn
Tulpenfeld 7, 53113 Bonn

Vertretungsberechtigter Geschäftsführer: Dr. Jens Kreuter
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Verantwortlich für den Inhalt: Ulrike Mann
Redaktion: Karina Heinz, Barbara Scharfbilllig, Peris Wanjiru Njehiah

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