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November 2019
 
 

DAJ-Newsletter

 
Liebe Leserinnen und Leser,

Afrika ist jung, diese Feststellung ist höchstwahrscheinlich keine neue für Sie. Das Durchschnittsalter auf dem Kontinent liegt bei 18 Jahren, 40 Prozent der Bevölkerung in Subsahara-Afrika ist sogar unter 15 Jahre alt. Die Bevölkerung in Deutschland ist etwa dreimal so alt.
Was bedeutet das für Afrika und die Welt? Viele mögen da zuerst an Jugendarbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit und Migration denken. Wir in der Deutsch-Afrikanischen Jugendinitiative denken an Potenziale, an Vielfalt und an Chancen. Und daran, wie wir möglichst viele Jugendliche und junge Erwachsene bestmöglich mit unseren Angeboten für einen internationalen Austausch oder Freiwilligendienst erreichen können.
Das gilt gleichermaßen für die afrikanischen Pilotländer der DAJ, Benin, Tansania und Südafrika und für Deutschland.
Was aber bedeutet „bestmöglich“ und wie können wir sicherstellen, niemanden außen vor zu lassen? Diesen Fragen sind wir in den vergangenen Wochen und Monaten nachgegangen. Beispielsweise bei einer Konferenz des DAJ Netzwerks Benin zum Thema Inklusion und einem Fachaustausch von Trainerinnen und Trainern zur pädagogischen Vor- und Nachbereitung von Freiwilligen.

Am 1. November begeht die Afrikanische Union jährlich den African Youth Day. Er dient dazu, den Blick auf die Jugend Afrikas zu richten, aber auch, ihnen selbst Gehör zu verschaffen. Auf den African Youth Day folgt der African Youth Month mit vielen Aktivitäten. Dem voraus ging das African Youth Forum vom 23. bis 25. Oktober 2019 in Ruanda, bei dem auch Alumni und Akteurinnen und Akteure der Deutsch-Afrikanischen Jugendinitiative ihre Erfahrungen und Wünsche eingebracht haben.
Aya Chebbi, die Jugendbotschafterin der Afrikanischen Union, ist überzeugt: „Du kannst sein, wie du sein möchtest. Du brauchst nur zwei Dinge zu tun: Finde deine Identität und lebe deine Mission. Du musst wissen, wer du bist und für was du stehst“. Dies herauszufinden ist eine große Aufgabe für viele Heranwachsende. Die Teilnahme an einem Freiwilligendienst oder Austauschprogramm – ganz gleich welcher Herkunft und in welches Land – ist für viele junge Menschen ein entscheidender Schritt dazu. Als Deutsch-Afrikanische Jugendinitiative möchten wir unseren Beitrag dazu leisten. Lesen Sie mehr dazu und informieren Sie sich zu weiteren spannenden Aktivitäten rund um die DAJ aus dem vergangenen Quartal.

Wir wünschen eine anregende Lektüre.

Ihr Koordinationsteam der DAJ/
Engagement Global gGmbH

 
 

Themen dieser Ausgabe

 
 
 
 

#Aktuelles

 
 

Freiwilligenarbeit inklusiv gestalten

Auf dem Foto sieht man eine Gruppe von circa 40 Personen, die alle in die Kamera schauen. Sie stehen unter einem Banner mit der Aufschrift „Konferenz für Inklusion in Jugendbegegnung und Freiwilligenarbeit“.
 
Teilnehmende der Konferenz in Benin. Foto: Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit
 
Das Réseau AGYI Bénin (Netzwerk der Deutsch-Afrikanischen Jugendinitiative in Benin) organisierte mit Unterstützung der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH vom 2. bis 4. Oktober 2019 eine internationale Konferenz zum Thema Inklusion und Freiwilligenarbeit, auf der 100 zivilgesellschaftliche Akteurinnen und Akteure aus mehreren afrikanischen Ländern und aus Deutschland aus den Bereichen Jugendaustausch und Freiwilligenarbeit teilnahmen. Während der Konferenz tauschten die Teilnehmenden ihre Meinungen, Überlegungen, Aktivitäten und Vorschläge zur stärkeren Einbeziehung von Menschen mit Behinderungen oder von Menschen mit besonderen Bedürfnissen in Jugendaustauschprogrammen und Freiwilligenarbeit aus.

Während dieser drei Tage nahmen die Teilnehmenden an mehreren Panels, Workshops und Gruppenarbeiten teil. Sie schilderten ihre Erfahrungen und Visionen zu unterschiedlichen Themen, wie dem Design Thinking Prozess, regionalen Integrationsperspektiven, Nord-Süd-Machtbeziehungen in deutsch-afrikanischen Partnerschaften, Sprache als Ausschlussmechanismus und der Einbeziehung ländlicher Jugendlicher oder Menschen mit Beeinträchtigung oder Behinderungen in Freiwilligen- und Mobilitätsprogramme.

Schließlich gaben die Teilnehmenden mehrere Empfehlungen für Akteure im Bereich der Freiwilligenarbeit ab:
→ Sensibilisierungskampagnen in den Gemeinschaften verstärken
→ Lobbyarbeit für Menschen mit Behinderungen durchführen und zu einem Umdenken und einer besseren Akzeptanz der Gesellschaft beitragen
→ Gesetze anwenden, die stigmatisierte Menschen begünstigen oder Gesetze erlassen, die sie schützen und ihre Integration ermöglichen
→ Zielgruppen ermutigen, sich an Entscheidungsgremien zu beteiligen
→ Interessengruppen schulen
→ Inklusive Schulungen und Schulungen allgemein fördern
→ geeignete Infrastruktur schaffen
→ die berufliche Integration von Zielgruppen durch die Festlegung von Quoten erleichtern und Austauschprogramme in ländlichen Gebieten fördern
Seit August 2018 unterstützt die GIZ den Aufbau des Réseau AGYI Bénin. Zu dessen Zielen gehören die Förderung von Freiwilligenarbeit und Austauschprogrammen, der Aufbau von Partnerschaften und Austauschprogrammen mit Organisationen in anderen afrikanischen Ländern und weltweit, die Erhöhung der Verfügbarkeit panafrikanischer Freiwilligendienste und Jugendaustauschprogramme, und der Aufbau von Kapazitäten für Organisationen, die im Bereich Freiwilligenarbeit arbeiten.
 

Nachhaltig sportlich: Gelungene deutsch-botswanische Fortbildung der Deutschen Sportjugend

Auf dem Foto sind 20 junge Menschen zu sehen, die für ein Gruppenfoto posieren und in die Kamera schauen.
 
Begegnung in Botswana. Foto: Deutsche Sportjugend
 
Gemeinsam mit der botswanischen Partnerorganisation „The Voice of a Child and Youth Engagement” organisierte die Deutsche Sportjugend (dsj) in diesem Jahr im Rahmen eines weltwärts-Begegnungsprojektes eine Fortbildung für junge, am deutsch-afrikanischen Jugendaustausch interessierte Jugendleiterinnen und Jugendleiter. Die Teilnehmenden im Alter zwischen 19 und 29 Jahren brachten dafür bereits erste Projektideen mit und entwickelten diese im Laufe des Jahres weiter. Denn das Hauptanliegen für die Teilnahme an diesem Pilotprojekt lautete: Mit dem neu erworbenen Wissen und der persönlichen Erfahrung die nötige Begeisterung und Motivation zu haben, eigene Austauschprojekte anzuschieben.

Während der ersten Begegnungsphase im März 2019 in Botswana standen das persönliche und kulturelle Kennenlernen, interkulturelle Kommunikation und Teamarbeit sowie Projektmanagement mit verschiedenen Workshops auf der Agenda. Die gemeinsame Begeisterung für Bewegung und sportliche Aktivität war das verbindende Element und machte den gegenseitigen Austausch leichter.
Im Mittelpunkt stand dabei die Frage: „Wie können durch Sport die UN-Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 vermittelt, greifbar und letztlich umgesetzt werden?“ Die Teilnehmenden arbeiteten zu den 17 Zielen und Unterzielen und entwickelten Methoden der aktiven Umsetzung für die eigenen Begegnungen.

Bei der zweiten Begegnungsphase im September in Deutschland setzten sich die Teilnehmenden vor allem mit der konkreten Umsetzung der 17 Ziele auf verschiedenen Ebenen auseinander. Zu der Frage: „Wie können wir vor Ort – in Deutschland sowie in Botswana – die nötigen Strukturen, persönlichen Netzwerke und organisatorischen Voraussetzungen schaffen, um künftig eigene Jugendbegegnungen zu realisieren?“ erarbeiteten die Teilnehmenden Projektideen und -planungen.

Einen vorläufigen Abschluss findet die Fortbildung im November bei nationalen Auswertungswochenenden.
 

Die Gewinner der dritten Runde des Song Contest „Dein Song für EINE WELT“ stehen fest!

Haupt-Jury beim Song Contest „Dein Song für EINE WELT“
 
Die Jury des Song Contest „Dein Song für EINE WELT“. Foto: Engagement Global
 
Der Song Contest „Dein Song für EINE WELT!“ ruft Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 25 Jahren dazu auf, sich musikalisch mit Themen globaler Entwicklung auseinanderzusetzen und ihren eigenen Song für die EINE WELT zu schreiben und zu komponieren. In der dritten Runde des Song Contest wurden bis zum Einsendeschluss im Juni 2019 insgesamt 492 Songs eingereicht, darunter viele aus afrikanischen Ländern.

Am 8. und 9. Oktober 2019 tagte die Hauptjury der aktuellen Runde des Song Contest in Berlin. Mit der Juryentscheidung stehen nun die 23 Songs fest, die auf dem EINE WELT-Album Vol. 3 erscheinen werden. Ausgewählt wurden zudem die Gewinner der Sonderpreise „Afrika“ und „Lateinamerika“ sowie die fünf Finalistinnen und Finalisten, die am 4. Dezember 2019 ins Rennen um die Hauptpreise und den Titel des EINE WELT-Songs gehen.

Einen Platz auf dem EINE WELT-Album konnte sich der 25-jährige Künstler Prince TC aus Brazzaville in der Republik Kongo, mit seinem Song „Le monde que l’ont veut“ sichern. Prince TC appelliert mit seinem Song an die Menschheit, sich der Bedeutung des Planeten Erde bewusst zu werden und globalen Herausforderungen, wie Umweltzerstörung und Krieg, entgegenzuwirken. Für das Finale am 4. Dezember 2019 hat sich unter anderem Volcanic King ZW aus Waterfalls in Simbabwe, mit dem Song „Kuchema Kwedu“ qualifiziert. Mit seinem Song macht der 22-jährige Musiker auf die Herausforderungen im Leben von Menschen in Armutsvierteln von Simbabwe aufmerksam. Sein Ziel ist es, diese Menschen zu ermutigen, weiter an ihren Träumen festzuhalten und nach einem besseren Leben zu streben.
 

Sportliche Sprachspiele - eine Methodensammlung

Foto der Broschüre Bewegte Sprachanimation im Sport auf Deutsch und Französisch
 
Broschüre „Bewegte Sprachanimation“. Foto: Deutsche Sportjugend
 
Ziel bei einem interkulturellen Jugendaustausch im Sport ist es, die zwei nationalen Gruppen zu einer binationalen Mannschaft zusammenwachsen zu lassen. Aber wie kann das gelingen? Wie können Jugendliche ihre anfänglichen Hemmungen überwinden? Wie können sich zwei Gruppen, die nicht dieselbe Sprache sprechen, kennenlernen? Womit lässt sich die Gruppendynamik fördern und interkulturelles Lernen unterstützen? Sprachanimation ist eine spielerische Methode, die das ermöglicht. Daher hat die Deutsche Sportjugend (dsj) die Broschüre „Bewegte Sprachanimation“ erarbeitet – eine Methodensammlung, die die Potenziale der Sprachanimation mit denen des Sports und der Bewegung kombiniert. Neben der internationalen Jugendarbeit eignen sich die Methoden auch in anderen Kontexten, in denen Jugendliche unterschiedlicher Herkunft und mit verschiedenen Sprachkenntnissen gemeinsam Sport treiben – beispielsweise in integrativen Sportangeboten mit jungen Geflüchteten.

Die deutsch-französische Veröffentlichung wurde in Kooperation mit dem Comité National Olympique Sportif Français entwickelt und durch das Deutsch-Französische Jugendwerk gefördert.
 

Der Respect-Guide

Der Schriftzug „Respect-Guide“ ist zu sehen.
 
Der Respect-Guide wird bei internationalen Jugendbegegnungen eingesetzt. Foto: i-Päd – intersektionale Pädagogik
 
Mit der Publikation des Respect Guide will das Projekt i-Päd – intersektionale Pädagogik Vorschläge und Anregungen liefern, die es ermöglichen sollen, Diskriminierung zu erkennen und zu vermeiden. Der Leitfaden ist bereits vielerorts im Einsatz. Unter anderem nutzt ihn der deutsche Verein bridge_it!, um Jugendliche auf internationale Zusammenarbeiten vorzubereiten. Nina Reichert von bridge_it! berichtet: „Wir setzen den Respect Guide zur Begleitung des deutschen Jugend-Organisations-Teams ein, das zusammen mit jungen Menschen aus Benin, Burkina Faso, Kamerun, Malawi und Südafrika eine internationale Jugendkonferenz plant.“

Auch in Südafrika wurde der Leitfaden bereits genutzt und Dambisa Dube, technische Beraterin bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) Südafrika, zieht ein Resümee: „Der Respect Guide ist leicht verständlich und leistet mit einfacher Sprache und vielen Beispielen einen großen Beitrag zur Vereinfachung sehr komplexer Themen. Obwohl er eine eurozentrische Perspektive hat, empfehle ich den Guide besonders denen, die sich schon einmal mit interkulturellen Kontexten beschäftigt haben und den Wert einer anderen Perspektive schätzen.“ Sie merkt jedoch auch an, dass der Leitfaden Perspektiven aus dem sogenannten Globalen Süden bisher nicht einschließen würde. „Ich denke, dass einige der angesprochenen Themen, wie beispielsweise Sexismus und Homophobie, mit viel mehr Sensibilität behandelt werden müssten. In Anbetracht dessen würde ich den Guide Anfängern, die sich mit Themen wie diesen noch nicht befasst haben, nicht empfehlen.“

Der Respect Guide kann kostenlos auf der Homepage der Organisation i-Päd – intersektionale Pädagogik heruntergeladen werden. Seit August 2019 gibt es den Guide auch auf Französisch, finanziert durch Engagement Global mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).
 
 

#Rückschau

 
 

Autumn School for Sustainable Entrepreneurship „E-waste and the circular economy”

Gruppenfoto von Teilnehmenden der Autumn School, die in die Kamera winken
 
Start-ups mit ökologischen und sozialen Zielen wollen die Zukunft nachhaltig gestalten. Foto: Engagement Global
 
„Die Autumn School übertraf meine Erwartungen“, berichtet Liz Melissa Capcha Eulogio aus Deutschland. Die Autumn School for Sustainable Entrepreneurship von Engagement Global fand dieses Jahr vom 1. bis 5. November 2019 in Accra, Ghana, statt und stand unter dem thematischen Fokus „E-waste and the circular economy“. Die Teilnehmenden sind aufstrebende junge Sozialunternehmer und -unternehmerinnen aus Deutschland und aus Ländern Afrikas, die sich eine Woche miteinander vernetzten und sich mit Fachleuten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik austauschten.

Referentin Vanessa Forti der United Nations University -  E-Waste Academy, forderte die Teilnehmenden der Autumn School auf: „Jeder von Euch kann auf Gebieten aktiv sein, die entweder die Gesetzgebung in Euren Ländern in Bezug auf E-Waste vorantreibt oder diese für den Aufbau privater Dienstleistungen in diesem Bereich nutzt.“ Und Barriatoulah Achimi vom African Circular Economy Network rief dazu auf: „In Afrika haben wir den Vorteil, traditionell an eine Art Kreislaufwirtschaft gewöhnt zu sein und hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung erst jetzt aufzuholen  – dies sollte uns helfen, aus den Fehlern anderer zu lernen und von Anfang an hohe Nachhaltigkeits- und Kreislaufwirtschaftsstandards umzusetzen."

Neben Workshops zu Fundraising, Businessplanentwicklung, Wertschöpfungsketten für Elektroschrott und Online Marketing, bot die Autumn School viele Austauschmöglichkeiten.

Besonderes Highlight der Autumn School war eine Pitch Night, bei der sich die Jungunternehmerinnen und -unternehmer vor unter anderem rund 20 deutschen Unternehmerinnen und Unternehmern sowie Expertinnen und Experten aus Accra präsentieren konnten. Organisiert wurde die diesjährige Autumn School von Engagement Global gemeinsam mit dem Impact Hub Accra, der Stadt Accra sowie zahlreichen wirtschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Institutionen sowie Projektträgern vorrangig aus Ghana und Deutschland.
 

Trainerinnen und Trainer tauschen sich aus

Auf dem Bild sind fünf Personen zu sehen, die um einen runden Tisch im Kreis stehen und miteinander sprechen.
 
Gemeinsamer Austausch von Trainerinnen und Trainern. Foto: Engagement Global
 
Von Fachkräften für Fachkräfte – Das Treffen von Trainerinnen und Trainern in internationalen Freiwilligendiensten und Jugendaustauschen in Addis Ababa, Äthiopien, stand ganz im Zeichen von Vernetzung und Austausch. Insgesamt nahmen 30 erfahrene Trainingsexpertinnen und -experten vom 2. bis 4. September 2019 an dem Treffen teil, das von Engagement Global und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) gemeinsam mit den zivilgesellschaftlichen Partnern der Deutsch-Afrikanischen Jugendinitiative durchgeführt wurde. Die Auswahl und pädagogische Begleitung junger Menschen vor, während und nach ihrer Zeit im Ausland ist von zentraler Bedeutung für einen gelingenden interkulturellen Austausch. Die erfahrenen Trainerinnen und Trainer sowie Repräsentantinnen und Repräsentanten von Partnerorganisationen und Alumni aus Benin, Deutschland, Kenia, Südafrika und Tansania tauschten sich hierzu über erfolgreiche Ansätze und Methoden aus. In Open Space Workshops und Gruppenarbeiten wurde Trainingsmaterialien aus unterschiedlichen Ländern gesichtet und miteinander geteilt. Neben dem Aufbau und der Stärkung existierender Trainerinnen und Trainer-Pools in den Pilotländern der DAJ formulierten die Expertinnen und Experten als übergreifendes Ziel, eine Online-Wissensplattform erstellen zu wollen, auf der Trainings- und Mentoring-Konzepte zukünftig miteinander geteilt werden können.
 

Kontinentaler Gipfel des Southern African Alumni Network

Gruppenfoto von 40 jungen Menschen, die am kontinentalen Gipfel des Alumni Netzwerkes in Johannesburg teilnahmen
 
Teilnehmende, Alumni von Austauschprogrammen und Vertreterinnen und Vertreter von Organisationen beim kontinentalen Gipfel des Alumni Netzwerkes im südlichen Afrika. Foto: SAAN
 
Das Alumni Netzwerk SAAN (Southern African Alumni Network) organisierte mit Unterstützung von WESSA und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) vom 23. bis 25. Oktober 2019 einen kontinentalen Gipfel zum Austausch von Alumni aus Freiwilligen- und Austauschprogrammen in Johannesburg, Südafrika.

Der Gipfel diente als Plattform, um auf die Stimmen der Alumni aufmerksam zu machen und einen Austausch auf dem gesamten Kontinent zu ermöglichen. Zudem hatte der Gipfel zum Ziel, strategisch mit Austauschpartnerinnen und -partnern und Regierungen zusammenzuarbeiten, um die Qualität der Austauschlandschaft in afrikanischen Ländern zu verbessern. Gleichzeitig zeigte der Gipfel den Wert, den Nutzen und die Wirkung von Austauschformaten für die afrikanische Jugend auf, und ermöglichte eine gemeinsame Basis, auf der Herausforderungen in Zukunft gelöst werden können.

Die Konferenz versammelte über 65 Delegierte, darunter 30 Alumni aus den SADC Staaten, 20 Alumni aus West- und Ostafrika und 15 Entscheidungsträgerinnen und -träger sowie Gäste aus afrikanisch-deutschen Austauschprogrammen. SAAN hatte vorab bereits Erfahrungsberichte von Alumni gesammelt und teilte sie während der Konferenz im Sinne des Konferenzthemas „Den Stimmen junger Menschen Gehör verschaffen.“ Die Sammlung soll ab Dezember 2019 als Printpublikation und Video einsehbar sein. Die von den Alumni geteilten Erfahrungen tragen so nicht nur zur Stärkung bestehender Austauschprogramme bei, sondern sind auch ein Instrument, um die Auswirkungen von Austauschformaten ganz konkret zu messen.

Live-Posting auf Social Media-Plattformen trugen dazu bei, die Dynamik vor und während des Gipfels zu steigern. #AYVSummit2019 & #amplifyingyouthvoices waren die offiziellen Hashtags des Gipfels. Das Live-Streaming des Gipfels half, das Publikum auf innovative Weise zu begeistern. Nachdem auf dem kontinentalen Gipfel in Südafrika nächste Schritte vereinbart wurden, ist auch in Zukunft mit einem hohen Engagement der Alumni zu rechnen.
 

Vielfältige Aktivitäten für Jugendliche in Tansania

Junge Menschen stehen im Kreis und diskutieren
 
Schülerinnen und Schüler  aus verschiedenen Schulen trafen sich während des TYC Schulcamps am Kilimanjaro im August 2019. Foto: TYC
 
Auf ein intensives und vielfältiges Jahr 2019 blickt die Implementierungsorganisation der DAJ in Tansania, die Tansania Youth Coalition (TYC) zurück. Nach einer ersten Bestandsaufnahme zu Akteurinnen und Akteuren für Jugendaustauschprogramme in Tansania im Jahr 2018, konzentrierte sich die Erhebung in diesem Jahr auf die Wirkung von internationalen Austauschen und Freiwilligenprogrammen. Umfangreiche Berichte über Veränderungsprozesse und andere Erfolgsgeschichten wurden dabei von TYC dokumentiert. Das von TYC entwickelte Trainingshandbuch zur Vor- und Nachbereitung von Jugendlichen wurde im Rahmen eines Workshops erprobt und 23 Schulen nahmen an einem Schul-Camp teil. Das Camp vom 5. bis 7. August 2019 bot verschiedenen Schulen erstmals die Gelegenheit, Erfahrungen und Wissen zu Freiwilligendiensten, Schulpartnerschaften und damit verbundene Lerneffekte auszutauschen. Dabei wurde jede Schule durch eine Lehrperson und eine Schülerin oder einen Schüler vertreten.
 
 

#Ausblick

 
 

Neue ASA-Projekte in afrikanischen Ländern 2020

Das Foto ist aus der Vogelperspektive. Fünf Personen sitzen auf dem Boden. Zwischen den Personen liegen beschriftete Karteikarten
 
Arbeits- und Studienaufenthalte in aller Welt, dafür steht das ASA-Programm. Foto: Engagement Global
 
Auch 2019 hat das ASA-Programm von Engagement Global interessante Projektplätze für das kommende Jahr akquiriert. Unter den 144 Projekten mit 299 Einsatzplätzen sind insgesamt 69 Projekte in afrikanischen Ländern angesiedelt, 15 davon finden im Format ASA global statt. Bei diesem Format wirken zwei Teilnehmende aus Deutschland gemeinsam mit zwei Teilnehmenden aus einem afrikanischen Land an einem sechsmonatigen Projekt mit, drei Monate in Deutschland und ebenso lange im jeweiligen afrikanischen Partnerland.  

Die Projekte im Format ASA global finden in neun unterschiedlichen afrikanischen Ländern statt. Es handelt sich um innovative Nachhaltigkeitsprojekte in unterschiedlichen Bereichen, beispielweise Digitalisierung, Marketing und Business Development, Globales Lernen oder Modedesign. Ab Mittwoch, 20. November 2019, sind die Projekte auf der Webseite des ASA-Programms veröffentlicht. Bis Freitag, 10. Januar 2020, können sich interessierte Personen für das Programm bewerben.
 

Offene Trägertagung im weltwärts-Programm

Auf dem Foto ist ein Globus zu sehen
 
Der Austausch steht bei der Trägertagung im Fokus. Foto: Engagement Global
 
Unter dem Motto „Wie begeistern wir junge Menschen für entwicklungspolitisches Engagement?“ findet am 13. und 14. Dezember 2019 die neunte offene Trägertagung des weltwärts-Programms in Bonn statt. Erstmalig sind neben Akteurinnen und Akteuren des Nord-Süd Freiwilligendienstes und der Süd-Nord-Komponente auch Akteurinnen und Akteure der Förderlinie weltwärts-Begegnungen (wwB) eingeladen.

Neben aktuellen Entwicklungen im weltwärts-Programm sowie einer Auseinandersetzung zum Thema der aktuellen Trägertagung, soll auch die Möglichkeit des Austauschs untereinander im Vordergrund stehen. Die verschiedenen Akteurinnen und Akteure aus der Praxis der Freiwilligendienst-Komponenten, der Förderlinie weltwärts-Begegnungen, dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), den Gremien und Kompetenzzentren, von Engagement Global sowie der politischen Freiwilligenvertretung im weltwärts-Programm, können sich bei der zweitägigen Veranstaltung kennenlernen und vernetzen.
 
 
 

Die Deutsch-Afrikanische Jugendinitiative

Die DAJ fördert den Ausbau von Jugendaustausch zwischen Deutschland und afrikanischen Ländern, quantitativ und qualitativ. Dabei baut sie auf Bestehendem auf und zielt auf die Stärkung der Zivilgesellschaft. Die DAJ arbeitet dialogorientiert, partizipativ und kooperativ. Sie zielt darauf, eine Struktur für gleichberechtigte Partnerschaften zwischen Deutschland und afrikanischen Ländern aufzubauen. Sie ist eine Fokussierung und politische Schwerpunktsetzung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), die Koordination liegt bei Engagement Global gGmbH - Service für Entwicklungsinitiativen.
 
 

Kontakt

Engagement Global gGmbH
Koordinationsstelle Deutsch-Afrikanische Jugendinitiative


Telefon: +49 30 25482 110 | Fax: +49 30 254 82 359
daj.engagement-global.de
daj@engagement-global.de

 

Impressum

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Service für Entwicklungsinitiativen

Telefon: +49 228 20717-0 | Fax: +49 228 20717-150
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www.engagement-global.de

Sitz der Gesellschaft: Bonn
Tulpenfeld 7, 53113 Bonn

Vertretungsberechtigter Geschäftsführer: Dr. Jens Kreuter
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Verantwortlich für den Inhalt: Ulrike Mann
Redaktion: Ulrike Mann, Barbara Scharfbillig

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