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März 2020
 
 

DAJ-Newsletter

 

Liebe Leserinnen und Leser,

neues Jahr, neue Dekade, alles neu? Fast 30 Jahre nach dem Erdgipfel von Rio 1992 über das neue Millennium mit seinen Millenniumsentwicklungszielen (MDGs) bis hin zu der Formulierung und Verabschiedung der UN Nachhaltigkeitsziele (SDGs) in 2015, befinden wir uns nun in der entscheidenden Dekade zur Erreichung der globalen Zielsetzungen bis 2030. Politiker vielerorts verhandeln schon jetzt die Abkommen, die es für die kommenden Jahrzehnte braucht, um ein sicheres und nachhaltiges Fundament für ihre Länder und Metropolen zu schaffen.

Diese Diskurse finden in einer Zeit statt, in der viele Menschen in Afrika und Europa nach tragfähigen politischen Alternativen suchen. Allen voran junge Menschen stellen den Status Quo ihrer gesellschaftlichen Systeme in Frage und verschaffen sich zunehmend Gehör auf der internationalen Politikbühne. Etwa in Deutschland bei den Fridays for Future-Demos oder im Sudan bei Protesten für politische und wirtschaftliche Reformen. So übernehmen Jugendliche selbst Verantwortung in der Gestaltung einer gerechten Welt. Sie verlangen von ihren Regierungen Rechenschaft darüber, wie Entwicklungs- und Umweltbedürfnisse der kommenden Generationen abgesichert werden.

In dieser Ausgabe lesen Sie, wie sich junge Menschen in der Deutsch-Afrikanischen Jugendinitiative (DAJ) kreativ und innovativ Gehör auf der internationalen Ebene verschaffen, sei es beim gemeinsamen Musizieren, Konferieren oder Demonstrieren. Wir sehen auf beiden Kontinenten eine Jugend in Bewegung, die mit ihrem hohen Engagement und Grenzen sprengender Solidarität ihr Umfeld lokal, national und international nachhaltig prägt und verändert. Somit setzt diese kritische Akteursgruppe wichtige Akzente und gibt zeitgemäße Handlungsimpulse zur Erreichung der SDGs.

Lesen Sie auf den nächsten Seiten über die Aktivitäten der DAJ in Benin, Deutschland und Südafrika im Bereich der kulturellen Bildung, bei der Förderung von Freiwilligen sowie bei der Findung einheitlicher Abläufe in der Ausgestaltung gemeinsamer Austausche und Begegnungen.

Wir wünschen eine anregende Lektüre.


Ihr Koordinationsteam der DAJ/
Engagement Global gGmbH

 
 

Themen dieser Ausgabe

 
 
 
 

#Aktuelles

 
 

Deutsch-Ghanaisches Theaterprojekt bei weltwärts-Begegnungen gewinnt den bridge-it! Award 2019

Auf dem Foto sieht man eine Gruppe von circa 15 Personen, die alle in die Kamera schauen.
 
Teilnehmende am bridge-it! Award 2019. Foto: bridge-it! e.V.
 
Wie eine weltwärts-Begegnung in der Praxis aussehen kann, zeigt der neue Teaserfilm „weltwärts-Begegnungen in der Kulturellen Bildung“ der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ). Sie hat die Partnerschaftsbegegnung zwischen Cactus Junges Theater e.V. aus Münster (Deutschland) und Tete Adehyemma Dance Theater aus Accra (Ghana) mit der Kamera begleitet, die mit ihrem Theaterstück „I request admission“ den bridge-it!-Award „Partnerships For Future“, 2019 gewonnen hat.
 

Globale Standards für Freiwilligenarbeit verabschiedet

Auf dem Foto sind einige SDG Ziele zu sehen
 
Die globalen Standards sollen dabei helfen, die SDGs aktiv umzusetzen. Foto: Engagement Global
 
Das International Forum for Volunteering in Development hat globale Standards für die Freiwilligenarbeit entwickelt und diese auf der Jahreskonferenz der Internationalen Freiwilligenorganisationen in Kigali, Ruanda, Ende Oktober vorgestellt.

Durch die Nutzung der Standards sind Organisationen eingeladen, aktiv an der Umsetzung der SDGs beizutragen. Zudem tragen die neuen Standards zu einer verantwortungsvolleren und wirkungsvolleren Freiwilligenarbeit und zu einem besseren Schutz der Freiwilligen bei.

Die Standards wurden entwickelt, um sicherzustellen, dass
• alle Entwicklungsprogramme in Partnerschaft mit lokalen Gemeinschaften vor Ort entwickelt werden, so dass sie den Bedürfnissen der Gemeinschaften entsprechen
• die Sicherheit der lokalen Bevölkerung und der Freiwilligen gewährleistet wird und diese keinerlei Schaden durch die Freiwilligenarbeit entstehen
• die beabsichtigten Auswirkungen des Programms mit gutem Vorlauf identifiziert und durchgehend verfolgt werden
• Freiwillige umfangreich vorbereitet, geschult und unterstützt werden

Im weiteren Verlauf der Entwicklung der Standards ist auch die Einführung eines Wiedererkennungsmerkmals vorgesehen. Dieses Merkmal soll sichtbar machen, dass eine Organisation die Standards nutzt und unterstützt.
 

Schritt-für-Schritt-Anleitungen für Austausch und Begegnungen

Auf dem Foto sieht man ca. 10 Personen, die im kreis sitzen
 
Die Anleitungen geben einen Überblick wie Akteursgruppen aus Ländern des Südens an Austauschprogrammen teilnehmen können. Foto: Engagement Global
 
Gemeinsam mit den Austauschprogrammen von Engagement Global ASA, CHAT der WELTEN und ENSA hat die DAJ Schritt-für-Schritt Anleitungen angefertigt. Die Anleitungen geben einen guten Überblick darüber, wie Akteursgruppen aus Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas an den Programmen teilhaben können. Sie sind per Download auf der DAJ-Website in drei Sprachen erhältlich. Insbesondere laden wir Schulen, Vereine, Aktive und Interessierte ein, sich die Anleitungen im Rahmen ihrer internationalen Jugendaustausche zu Nutze zu machen.
Eine Detailberatung zu den Prozessschritten kann bei Bedarf per Email über folgende Adressen erfolgen:
ASA-Programm
ENSA-Programm
CHAT der WELTEN
 

Der Eine Welt Sieger-Song geht in die Studioproduktion

Auf dem Foto sind zwei Männer zu sehen, die einen Schein mit der Aufschrift "Song Contest 2019 1.Preis" halten.
 
Das Duo Byrd & Ward hat den Wettbewerb mit seinem Song „Molotov zum Blumenstauß" gewonnen“. Foto: Engagement Global
 
Der erste Preis und damit der Titel „Eine Welt-Song“ ging an den Song „Molotov zum Blumenstrauß“ von Byrd & Ward! Damit wird dieser Song die neunte Runde des Schulwettbewerbs zur Entwicklungspolitik als Hymne begleiten und das Duo erhält zusätzlich ein professionelles Musikvideo. Mit ihrem Song senden Byrd & Ward einen Weckruf an ihre Elterngeneration und liefern einen Gegenentwurf zu der Welt, in der sie aufgewachsen sind.

Dabei rücken sie den Wunsch nach einem friedlichen Zusammenleben in der Einen Welt in den Mittelpunkt. Der zweite Preis wurde an „Die Totenköpfe“ für den Song „Kinder dieser Welt“ vergeben. Der dritte Platz ging an Alina feat. Mika mit dem Beitrag „Mutter Erde“. Der Sieger-Song sowie die besten Songs der dritten Bewerbungsrunde werden derzeit bei dem Verein Kreuzberger Musikalische Aktion e.V. in Berlin auf Hochtouren professionell aufgenommen und produziert. Sie erscheinen im Frühjahr als Eine Welt-Album Vol. 3. Ein besonderes Highlight erwartet alle Gewinner auch im Jahr 2020: Am 18. Juni 2020 werden sie alle ihre Songs beim großen Eine Welt-Festival in Berlin live auf der Bühne spielen.

Der Song Contest ist eine Begleitmaßnahme zum entwicklungspolitischen Schulwettbewerb „alle für Eine Welt für alle“ und wird von Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) organisiert.

Weitere Informationen zum Song Contest und zur Jurysitzung sowie Links zu den Siegerliedern finden Sie hier:
 
 

#Rückschau

 
 

Countdown 2030, 2063, and Beyond: Eine Konferenz hinterfragt die SDGs aus Nord- und Süd-Perspektiven

Auf dem Foto ist eine Gruppe von 11 Personen zu sehen.
 
Das Engagement junger Menschen aus aller Welt wurde behandelt und Erfahrungen ausgetauscht. Foto: Lebogang Mokeona
 

Nach einer Vorbereitungszeit von acht Monaten wurde die internationale Konferenz „Countdown 2030, 2063 and Beyond. Our common future" vom 2. bis 6. Dezember 2019 in Deutschland von drei internationalen Jugendteams organisiert. Die Begegnung wurde von bridge-It! e.V. initiiert und unter anderem von der Deutsch-Afrikanischen Jugendinitiative (DAJ) gefördert. Die Konferenz begann mit einem Vorbereitungstreffen, an dem alle Organisationsteams aus dem westlichen- und südlichen Afrika und aus Deutschland unter der fachlichen Leitung des Senior-Aufsichtskomitees teilnahmen. Eine Woche lang regelten die Jugendlichen die letzten Details im Zusammenhang mit der Konferenzorganisation und nahmen an Teambuilding-Aktivitäten sowie an der Klima-Demo Fridays For Future in der Stadt Köln teil.

Die Konferenzaktivitäten wurden am Montag, den 2. Dezember 2019 in einer bunten Eröffnungszeremonie durch einen Vertretende der drei Jugendteams offiziell gestartet. Anschließend, im Laufe des Nachmittags, boten die Organisatoren dem Publikum, das in großer Zahl erschienen war, einen Vorgeschmack auf das fünftägige Konferenzprogramm. Die Anwesenden wurden darüber hinaus über die Geschichte des Projekts „Countdown 2030, 2063 and Beyond“ informiert.

Jedes der drei regionalen Jugendteams hatte eine spezifische Agenda und einen seinen Aktivitäten gewidmeten Tag. So wurden anhand verschiedener Austausche, Podiumsdiskussionen, Gruppenarbeiten und Schauplätze Fragen in Bezug auf das Recycling, verschiedene Sichtweisen auf die Agenden 2030 und 2063, das Engagement junger Menschen aus aller Welt behandelt sowie Erfahrungen und innovative Ideen ausgetauscht.

An der Konferenz nahmen 120 junge Menschen aus fünf Kontinenten und rund zwanzig verschiedenen Ländern teil. Sie wurde zum Schmelztiegel, in dem Jugendliche über „unsere gemeinsame Zukunft“, das zentrale Konferenzthema, nachdachten. Die SDGs, so wie sie aktuell wahrgenommen werden, wurden in Frage gestellt. So wurde der internationalen Debatte über nachhaltige Entwicklung und Umweltveränderungen, die unser tägliches Leben beeinflussen, neue Impulse gegeben. Der Konferenz ist es gelungen, einen Austauschrahmen zu schaffen, bei dem das Engagement junger Menschen kontinuierlich gefordert wird und in dem sie ihre Ideen und Erfahrungen zwecks Weiterentwicklung ihrer Gemeinschaften, wirkungsvoll einbringen können.

 

Perspektiven global erweitern: Kulturelle Bildung eröffnet Wege zu einer partnerschaftlichen Verantwortung

Auf dem Bild ist eine Frau zu sehen, die ein Mikrofon hält
 
Botschafterin der Republik Benin in Deutschland, Josseline Louise Marie da Silva Gbony. Foto: BKJ / Anna Spindelndreier
 

Um den Forderungen von Kindern und Jugendlichen nach einer lebenswerten Zukunft gerecht zu werden, ist die Umsetzung der 17 SDGs unverzichtbar. In diesem Sinne organisierten die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e.V. (BKJ) und die Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V. (IJAB) eine Konferenz zum Thema „Perspektiven global erweitern“. Sie fand am 30. und 31. Oktober 2019 in Köln statt und zeigte auf, wie kulturelle Bildung Zugänge zu den komplexen Sachverhalten schaffen und Wege zu einer partnerschaftlichen Verantwortungsübernahme gemeinsam mit Akteursgruppen aus dem Globalen Süden eröffnen kann.

Nachhaltige Entwicklung ist eine globale und kulturelle Herausforderung. Um den in der Agenda 2030 formulierten Zielen wie globale Gerechtigkeit und Klimaschutz näher zu kommen, braucht es die Bereitschaft, alte Muster, Gewohnheiten und Gewissheiten zu hinterfragen und sich auf neues Denken einzulassen. Zugleich können Schritte nur in weltweiter partnerschaftlicher Zusammenarbeit erfolgversprechend angegangen werden. Es gilt also, jungen Menschen die globale und künstlerische Auseinandersetzung mit Entwicklungsfragen zu ermöglichen und neue Wege zur Erreichung der SDGs zu entdecken. Dazu sagte die BKJ-Vorsitzende Prof. Dr. Susanne Keuchel bei der Veranstaltung:

„Schon während der UN-Dekade Bildung für Nachhaltige Entwicklung 2005 bis 2014 haben die Akteursgruppen des Kultur- und kulturellen Bildungsbereiches ein Verständnis von Nachhaltigkeit entwickelt, das neben der ökologischen, ökonomischen und sozialen auch eine kulturelle Dimension beinhaltet, die nicht einfach unter dem Begriff des ‚Sozialen‘ subsumiert werden kann. Wir wollen uns mit unseren Partnern dafür einsetzen, dass endlich auch bei der Umsetzung der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung in Deutschland die für alle Menschen so wichtige kulturelle Dimension des Lebens und Zusammenlebens eine angemessene Rolle spielt.“

Die Konferenz hat gezeigt, dass Nachhaltigkeit nur erreicht werden kann, wenn in einer kritischen Perspektive auch ungleiche Machtverhältnisse in einer postkolonialen Welt offen thematisiert werden. Echte Partnerschaftlichkeit umzusetzen ist ein kultureller Prozess, der auch politisch gestaltet werden muss. Denn die Partnerorganisationen müssen nicht nur Vertrauen zueinander aufbauen, sondern auch gemeinsame Handlungsstrategien für den Umgang mit teils langwierigen Prozessen und mit bürokratischen Hürden entwickeln. Herausforderungen bei der Visagewährung etwa erschweren die Partnerschaften und müssen politisch gelöst werden.

Insgesamt trug die Konferenz dazu bei, das Vertrauen zwischen Akteursgruppen aus Deutschland und aus Partnerländern des Globalen Südens zu fördern und somit langfristige Partnerschaften zu ermöglichen.

 

Réseaux AGYI Bénin 2019: ein Jahr voller Aktivitäten

Auf dem Foto sind ca. 10 Menschen zu sehen, die um einen Tisch mit Gegenständen stehen
 
Teilnehmende beim Tag der offenen Türen der Réseaux AGYI Bénin (ODD) in Benin. Foto: GIZ
 

2019 war in Bezug auf das DAJ-Programm in Benin ein sehr aktives Jahr, in dessen letzten drei Monaten vier wichtige Aktivitäten stattfanden. Dazu gehörten der Tag der offenen Tür (engl. Open Doors Day (ODD)) der Evaluierungs- und Planungsworkshop, der Workshop zum Qualitätssiegel im Bereich der Freiwilligenarbeit und Austauschprogramme sowie der Internationale Tag des Ehrenamts.

Der Tag der offenen Tür der Réseaux Bénin (DAJ-Netzwerk in Benin) fand am 14. November 2019 in der Universität von Abomey-Calavi statt. Es kamen rund 1000 Teilnehmende zusammen, hauptsächlich Studierende, aber auch weitere wichtige Akteursgruppen des Freiwilligensektors. Zwei Podiumsdiskussionen sorgten für einen erlebnisreichen Tag und konzentrierten sich zum einen auf den Beitrag von Jugendaustausch- und Freiwilligenprogrammen zur Förderung der Beschäftigungsfähigkeit junger Menschen und zum anderen auf die Bedeutung des eigenen Engagements für Jugendliche im Rahmen der Freiwilligen- und Austauschprogramme.

Daneben boten Stände den NGO-Mitgliedern des DAJ-Benin-Netzwerks die Möglichkeit, ihre Aktivitäten und Produkte auszustellen und so einen Marktplatz zum Zwecke des Networking und Informationsaustauschs zwischen den verschiedenen Interessengruppen zu schaffen.

Im Anschluss an den ODD organisierte das Netzwerk vom 26. bis 29. November 2019 in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellscahft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) einen Workshop zur Bilanzierung der 2019 ausgeführten Aktivitäten und zur Entwicklung des Strategieplans für 2020. Der Workshop fand in Porto-Novo statt. Rund 20 Personen aus Mitgliedsorganisationen des Netzwerks nahmen daran teil. Neben der Überprüfung der gemeinsamen Aktivitäten auf den verschiedenen Ebenen der Zusammenarbeit erstellten die Teilnehmenden einen Maßnahmenplan für 2020.

Den Dezember kennzeichneten zwei große Aktivitäten. Vom 3. bis 4. Dezember 2019 fand in Parakou ein Workshop statt, um Instrumente für das Qualitätssiegel im Bereich der Freiwilligenarbeit und des Jugendaustauschs in Benin zu finalisieren. Dieser Workshop wurde durch die DAJ und dem Beninischen Büro für Jugendfreiwilligendienste (Office Béninois des Services de Volontariat des Jeunes, OBSVJ) organisiert. Langfristiges Ziel ist die Sicherung der Qualität des Austauschs zwischen den zivilgesellschaftlichen Organisationen (NGO) Benins und ihren internationalen Partnerorganisationen. Die Entwicklung und Umsetzung von Qualitätsinstrumenten im Bereich der Freiwilligenarbeit und der Austauschprogramme ist ein langwieriger Prozess, an dem die NGO und diverse wichtige Akteursgruppen beteiligt sind. Der Workshop in Parakou ermöglichte den Teilnehmenden, sich mit den aufgestellten Kriterien und dem gemeinsam entwickelten Good-Practice-Leitfaden vertraut zu machen. So wurde es möglich, Qualitätskriterien zu prüfen, Kommentare abzugeben und Empfehlungen zu formulieren. Es gab auch einen Austausch in Bezug auf das vorgeschlagene Labelling-Verfahren und den Good-Practice-Leitfaden sowie die nächsten Schritte zur Verbreitung des Qualitätslabels.

Am Rande des Qualitätsworkshops nahmen die Mitglieder der Réseaux AGYI Bénin am 5. und 6. Dezember 2019 am Internationalen Tag des Ehrenamts teil. Das globale Thema für 2019 lautete „Freiwillige für eine integrative Zukunft“. Passend zum Hauptthema wurde in den Podiumsdiskussionen der Beitrag von Freiwilligenarbeit zu Inklusion und Gleichstellung erörtert. Der zweite Tag war dem Besuch des Blinden- und Sehbehindertenzentrums in Parakou gewidmet, Sach- und Lebensmittelspenden wurden an die Bewohnerinnen und Bewohner des Zentrums übergeben.

 

Kapazitätsaufbau beim strategischen Netzwerktreffen von Southern Africa weltwärts Network

Auf dem Foto sind viele drei menschen zu sehen, die sich unterhalten
 
Der Schwerpunkt lag auf praktischen Tools, die sich auf die tägliche Arbeit der Aufnahmeorganisationen auswirken. Foto: Engagement Global
 
Das Southern African weltwärts Network (SAwN) schloss das Jahr 2019 sehr erfolgreich mit seiner Jahreshauptversammlung und einer Schulung zum Ausbau von Beherbergungskapazitäten der Mitglieder ab. Die Veranstaltung fand vom 13. bis 16. November in Johannesburg, Südafrika, statt.

Einer der Hauptschwerpunkte von SAwN ist der Ausbau der Kapazitäten seiner Mitglieder zur Aufnahme von Freiwilligen. Die Schulung zum Kapazitätsausbau wurde von weltwärts-Partnerorganisationen selbst durchgeführt, mit einem starken Fokus auf den identifizierten Entwicklungsbereichen und Bedürfnissen der SAwN-Mitglieder. Der Schwerpunkt lag auf praktischen Tools, die sich auf die tägliche Arbeit der Aufnahmeorganisationen auswirken. Diese Tools zielen unter anderem auf die Themenbereiche Personalmanagement, interkulturelles Lernen, Gender & Sexualität am Arbeitsplatz sowie auf Qualitätsmanagement.

Über 80 Mitglieder, darunter zentrale Akteursgruppen des Freiwilligensektors im südlichen Afrika, kamen aus Namibia, Südafrika, Botswana, Malawi, Sambia, Lesotho und Mosambik und trugen mit diversen Beiträgen zur Bereicherung der Veranstaltung bei. Die Jahreshauptversammlung appellierte an registrierte Mitglieder aus dem südlichen Afrika, ihrer Verantwortung gerecht zu werden und Stakeholder in wichtige Zukunftsfragen einzubeziehen. Sie bot auch Gelegenheit, die vom Netzwerk erzielten Ergebnisse zu präsentieren. Darüber hinaus erhielten Mitglieder die Möglichkeit, sich an Diskussionen zur Zukunft und Vergrößerung des Netzwerks zu beteiligen.

Die Schulung bot den Vorstandsmitgliedern des Netzwerks auch die Chance, zu anderen bestehenden Netzwerken des Globalen Südens wie dem „weltwärts India Network“ Kontakte herzustellen und mögliche Strategien für die Zusammenarbeit zu entwickeln. Bei diesem strategischen Treffen wurden Optionen untersucht, die einschlägigen Stimmen aus dem Süden insbesondere im weltwärts-Programm durch Kooperation zu stärken. Die Veranstaltung endete erfolgreich mit vielen spannenden Plänen für das kommende Jahr. Die Dynamik für 2020 ist vorgegeben und alle Beteiligten freuen sich auf das weitere Wachstum des Netzwerks.
 

Informationsveranstaltung weltwärts-Begegnungen

Auf dem Foto sind Menschen zu sehen, die sich in einen großen Raum mit Tischen bewegen
 
Die Förderlinie weltwärts-Begegnungen ermöglicht Jugendgruppen im außerschulischen Bereich, gemeinsame Projekte im gegenseitigen Austausch durchzuführen. Foto: Engagement Global
 
Am 14. November nahmen in Mainz rund 20 hauptamtliche und ehrenamtliche Interessierte an der Infoveranstaltung zu Fördermöglichkeiten der Förderlinie „weltwärts- Außerschulische Begegnungsprojekte im Kontext der Agenda 2030 (wwB)“ teil. Neben Hinweisen und Tipps zur Antragsstellung, war auch Raum für allgemeine Fragen rund um die Förderlinie.
 

Offene Trägertagung von weltwärts in Bonn

Auf dem Foto sind Menshcen zu sehen, die sitzen und einen Mann vorne, der ein Mikrofon hält
 
Trägerorganisationen informierten sich über aktuelle Programmentwicklungen. Foto: Annika Boerm
 
Am 13. und 14. Dezember 2019 fand die neunte Offene Trägertagung im weltwärts-Programm in Bonn statt. Rund 160 Teilnehmende von Trägerorganisation, Engagement Global und BMZ nahmen an der Veranstaltung teil. Neben Vertretenden der Nord-Süd und Süd-Nord Komponente des weltwärts-Freiwilligendienstes nahmen erstmalig auch Vertretende von Trägerorganisationen der weltwärts-Begegnungsprojekte (wwB) teil. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Wie begeistern wir junge Menschen für entwicklungspolitisches Engagement“. Neben der Vernetzung der wwB-Trägerschaft untereinander gab es Raum für den inhaltlichen Austausch, unter anderem zu den Themen Partnerschaftlichkeit sowie zu den 17 SDGs.
 
 

#Ausblick

 
 

Partner-Matching-Konferenz in Johannesburg

Vier Personen unterhalten sich in einem Saal in dem viele Menschen im Hintergrund zu sehen sind
 
Durch eine Partner-Matching-Konferenz lernen sich Organisationen kennen und planen gemeinsam Jugendbegegnungen. Foto: Engagement Global
 

Vom 2. bis 6. März 2020 wird eine DAJ-Partner-Matching-Konferenz in Johannesburg, Südafrika, stattfinden. An der Ausrichtung der Konferenz sind vordergründig WESSA, DAJ-Implementierungspartner in Südafrika, Engagement Global, die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e.V. sowie die Deutsche Sport Jugend beteiligt. Ziel der Konferenz ist es, neue Partnerschaften im außerschulischen Austausch zu fördern.

Weitere Informationen zur Konferenz folgen auf unserer Homepage.

 

Anmeldefristen der Austauschprogramme von Engagement Global

Auf dem Bild sind viele Menschen zu sehen, die Karten mit einer Botschaft in der Hand halten
 
Engagement Global bietet viele Möglichkeiten zum Engagement an. Foto: Engagement Global
 
Folgende Bewerbungsfristen sind von Teilnehmenden und von Interessierten an den untenstehenden Austauschprogrammen von Engagement Global einzuhalten.

ASA Programm: für junge Studierende und Menschen mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung. Bei ASA sind die Fristen für das Einreichen von Projektvorschlägen und die Bewerbungen wie folgt:
• Bewerbende aus Deutschland können sich jedes Jahr ab dem 20. November bis zum 10. Januar des Folgejahres bewerben.
• Alle neuen Partnerinstitutionen von ASA können ihre Projektvorschläge für  dieses Jahr bis zum 31. August 2020 einreichen.
Ausführlichere Informationen sowie Detailberatungen können durch die Fachabteilung über diese Wege erfolgen:
Telefon: +49 30 254 82-0
 
ENSA-Programm: Für Schulpartnerschaften zwischen weiterführenden und berufsbildenden Schulen in Deutschland und Ländern Afrikas, Asiens, Lateinamerikas und Südosteuropas. Die Bewerbungsfrist zu den ENSA Bewerbungsverfahren der Anbahnungs- und Begegnungsreisen läuft vom 1. Juni bis 30. September 2020. Ausführlichere Informationen sowie Detailberatungen können durch die Fachabteilung über diese Wege erfolgen:
Telefon: +49 30 254 82-175
 
Außerschulische Begegnungsprojekte im Kontext der Agenda 2030: Dieses Programm ermöglicht Jugendgruppen aus Deutschland und Ländern des Südens gemeinsam Projekte umzusetzen, die sich inhaltlich mit einem der UN-Nachhaltigkeitsziele beschäftigen. Es besteht die Möglichkeit sich zu Projektideen von dem weltwärts-Begegnungen Team individuell beraten zu lassen:
Telefon: +49 228 - 20717-546
 
 
 

Die Deutsch-Afrikanische Jugendinitiative

Die DAJ fördert den Ausbau von Jugendaustausch zwischen Deutschland und afrikanischen Ländern, quantitativ und qualitativ. Dabei baut sie auf Bestehendem auf und zielt auf die Stärkung der Zivilgesellschaft. Die DAJ arbeitet dialogorientiert, partizipativ und kooperativ. Sie zielt darauf, eine Struktur für gleichberechtigte Partnerschaften zwischen Deutschland und afrikanischen Ländern aufzubauen. Sie ist eine Fokussierung und politische Schwerpunktsetzung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), die Koordination liegt bei Engagement Global gGmbH - Service für Entwicklungsinitiativen.
 
 

Kontakt

Engagement Global gGmbH
Koordinationsstelle Deutsch-Afrikanische Jugendinitiative


Telefon: +49 30 25482 110 | Fax: +49 30 254 82 359
daj.engagement-global.de
daj@engagement-global.de

 

Impressum

ENGAGEMENT GLOBAL gGmbH
Service für Entwicklungsinitiativen

Telefon: +49 228 20717-0 | Fax: +49 228 20717-150
info@engagement-global.de
www.engagement-global.de

Sitz der Gesellschaft: Bonn
Tulpenfeld 7, 53113 Bonn

Vertretungsberechtigter Geschäftsführer: Dr. Jens Kreuter
Handelsregister: Amtsgericht Bonn: HRB 19021
Umsatzsteueridentifikationsnummer (USt-IdNr): DE280482195

Verantwortlich für den Inhalt: Clara Hörmann
Redaktion: Peris Wanjiru Njehiah, Wendpanga Eric Segueda

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